Mit der viszeralen Osteopathie  behandeln wir alle inneren Organe des Körpers. Das betrifft den gesamten Verdauungstrakt und die Organe des Bauchraumes, des Brustraumes und des Unterleibes, aber auch die Gefäße und die Nerven.

Alle Organe sind vom faszialen Netz umhüllt und durchzogen, und werden über Bänder, Muskeln und den Faszien an ihrer Position und mit anderen Geweben in Verbindung gehalten.

Ein gesundes Organ hat damit immer eine geeignete Eigenspannung, unterliegt einer eigenen rhythmischen Bewegung und ist gewissermaßen räumlich beweglich im Zusammenhang zu den anderen Organen und Strukturen.

Wenn ein oder mehrere Organe in ihrer Funktion oder Struktur beeinträchtigt werden, dann zeigen sie häufig nicht nur Störungen in ihrer Organfunktion, sondern auch in ihrer Bewegungs- und Spannungsstruktur. Das heißt, es entstehen Spannungen im Gewebe, die das Organ in seiner Eigenspannung, Eigenbewegung und in der räumlichen Bewegung stören und einschränken. Das wiederum verstärkt die Beeinträchtigung ihrer Funktion.

Mögliche Ursachen für eine Störung der Organfunktion und Organstruktur sind z.B.:

  • ungünstige Ernährung, Stoffwechselerkrankungen
  • Entzündungen, Verletzungen
  • virale, bakterielle, parasitäre und toxische Ursachen
  • autoimmunologische Prozesse
  • emotionale Anspannung, Stress
  • Beeinträchtigung des parietalen-, craniosacralen- und/ oder emotionalen Systems

Mit den sanften Behandlungstechniken der viszeralen Osteopathie spüren wir die verursachenden Spannungszustände des Gewebes auf und unterstützen das Gewebe darin, die ungünstigen Spannungszustände loszulassen, damit das Organ wieder zu seiner gesunden Funktion und Struktur zurückkehren kann.

Weil die Organe mit den anderen Körperstrukturen wie dem parietalen-, craniosacralen- und dem emotionalen System in enger Verbindung stehen, behandeln wir das viszerale System nicht isoliert, sondern beziehen das gesamte Körpersystem in die Behandlung mit ein.